2026 WM in Stuttgart

WM-Debüt geglückt!

Boogie Magic’s Nachwuchs begeistert bei erster Weltmeisterschaft

Hohenbrunn/Stuttgart – Fünf Tage, mehr als 7.000 Tänzerinnen und Tänzer aus über 50 Nationen, mehr als 60 Einzelturniere – oder kurz gesagt: Die German Open Championships in der Stuttgarter Liederhalle sind das größte Tanzturnier der Welt. Am 14. August 2026 verwandelte sich die Liederhalle im Rahmen der GOC einmal mehr in eine internationale Tanzarena. Mittendrin: zwei Nachwuchspaare der Boogie Magic’s des TSV Hohenbrunn-Riemerling bei der Weltmeisterschaft der Boogie-Woogie-Juniors.

Für Liya Henke (15) und Maximilian Schraml (17) sowie Carla Preuhs (15) und Louis Schraml (14) war es die erste Weltmeisterschaft, für die sie nominiert wurden. Bei beiden Paaren wurde damit der Trainingsschweiß der vergangenen Monate belohnt. „Es ist schon ein riesiger Erfolg, dass wir uns die Nominierung durch hartes Training und mehrere Qualifikationsturniere erarbeiten konnten“, erzählt Liya Henke noch vor dem ersten Auftritt. Für Louis Schraml war die Kulisse ebenfalls etwas ganz Besonderes: „Bislang kannten wir Stuttgart nur aus den Erzählungen der älteren Tänzer. Jetzt selbst dort auf der Fläche zu stehen, ist einfach überwältigend.“ Doch mit jedem Schritt Richtung Tanzfläche weicht die Vorfreude der Anspannung. „Wenn man die riesige Bühne sieht und weiß, dass jetzt die Weltmeisterschaft beginnt, wird man schon ziemlich nervös“, erzählt Maximilian Schraml.

Auf der Tanzfläche ist davon zunächst allerdings wenig zu sehen. Beide Hohenbrunner Paare meistern die Vorrunde und ziehen in die nächste Runde ein. Das Zwischenergebnis macht Hoffnung: Carla und Louis liegen auf Platz sechs, Liya und Maximilian auf Platz acht.

Dann folgt eine besondere Konstellation: Die beiden Hohenbrunner Paare werden ausgerechnet in dieselbe Runde gelost und müssen zeitgleich um den Einzug ins WM-Finale, das aus sieben Paaren besteht, kämpfen. Während auf der einen Seite Bruder Louis tanzt, kämpft auf der anderen Seite Bruder Maximilian um dieselben Finalplätze.

Beide Paare liefern ab. Liya Henke und Maximilian Schraml steigern sich gegenüber der Vorrunde deutlich und zeigen ihre bis dahin beste Leistung des Tages. Auch Carla Preuhs und Louis Schraml überzeugen mit einer sauberen und energiegeladenen Runde. Als schließlich die Wertungen eingeblendet werden, liegen Freude und Enttäuschung nur wenige Meter auseinander: Liya und Maximilian schaffen als Sechste den Sprung ins Finale, Carla und Louis verpassen dieses als Achte denkbar knapp.

Für Carla und Louis endet die WM damit zwar früher als erhofft. Doch wer zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft startet, sammelt vor allem eines: Erfahrung. „Natürlich waren wir enttäuscht“, berichtet Carla Preuhs. „Aber es war unsere erste Weltmeisterschaft, und wir können mit unserer Leistung wirklich zufrieden sein.“ Aus anfänglicher Enttäuschung wird schnell Teamgeist: „Jetzt feuern wir Maxi und Liya so laut an, dass sie gar nicht schlecht tanzen können!“, kündigt Louis kämpferisch an.

Für Liya und Maximilian folgt schließlich das große Finale. Die Musik ist für die Paare vor der jeweiligen Runde unbekannt. Ausgerechnet zum Rock’n’Roll-Klassiker „Rip It Up“ von Bill Haley dürfen die beiden ihre Finalrunde präsentieren. Die Hohenbrunner nutzen die Chance eindrucksvoll, tanzen fehlerfrei und setzen ihre Figuren punktgenau auf die Musik.

„Das war die beste Runde der beiden bislang!“, lobt Trainerin Doris Preuhs anschließend.

Am Ende werden Liya Henke und Maximilian Schraml bei ihrer ersten Weltmeisterschaft mit einem hervorragenden siebten Platz belohnt. Gold geht nach Frankreich, Silber und Bronze jeweils nach Schweden.

Für die mitgereisten Eltern, Fans und Trainer bleibt damit vor allem eines: Stolz. Zwei Paare auf der Weltbühne, zwei starke Leistungen beim WM-Debüt – und ein Ergebnis, das Lust auf mehr macht. Der siebte Platz ist deshalb nicht nur eine Zahl in der Ergebnisliste, sondern ein Ausrufezeichen im Hinblick auf die kommenden Turniere. Die nächste internationale Herausforderung wartet bereits Anfang Oktober beim World Cup in Genf. Dann hoffentlich mit beiden Brüdern im Finale.

Trainingsplan kompakt – Boogie Magic's

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