2026 DC in Bad Homburg
Bericht Elian Preuhs
Saisonauftakt im Stil der 50er
Boogie Magics des TSV Hohenbrunn-Riemerling mit erfolgreichem Start ins Turnierjahr 2026
Bad Homburg v. d. Höhe – Boogie Woogie, der ‚Rock’n’Roll der 50er‘, ist ein Tanz, der aus einer Zeit stammt, in der Vinyl-Schallplatten und Röhrenfernseher als hochmodern galten – und der sich dennoch bis heute als Social Dance und Turniersport behauptet hat. Genau das zeigte der ‚Boogie Woogie Deutschland Cup‘ am vergangenen Samstag in Bad Homburg: Tanzpaare aus ganz Deutschland trafen sich zum Ranglistenturnier – darunter auch drei Paare der Boogie Magics des TSV Hohenbrunn-Riemerling e.V.
In der Main B-Klasse – gewissermaßen der ‚zweiten Liga‘ – feierten Sarah Friedinger (16) und Ferdinand Tewes (18) ihr Debüt in der Erwachsenenklasse. Und das mit einem perfekten Einstand: Platz 1 und damit die ersten wichtigen Aufstiegspunkte für den Sprung in die Main A-Klasse.
In der Juniorclass starteten Carla Preuhs (15) und Louis Schraml (14) in ihre zweite gemeinsame Saison. Nach einer noch leicht fehlerbehafteten Vorrunde qualifizierten sie sich als Vierte für das Finale.
„Die kleinen Unsauberkeiten haben wir fürs Finale abgestellt – weniger für die Jury, mehr für unsere Trainer, die uns sonst zusätzliche Einheiten aufgebrummt hätten“, witzelt Louis grinsend.
Für die Bronzemedaille reichte es am Ende knapp nicht, dennoch war der Tag ein großer Erfolg: Die beiden wurden vom Bundestrainer in den Nationalkader berufen und werden künftig international starten. Ihr erster World Cup steht am 25. April in Oslo an. „Das ist einfach unglaublich – bisher war ich nur als Fan meines Bruders dabei. Jetzt dann selbst auf der internationalen Bühne stehen zu dürfen, ist unbeschreiblich“, freut sich Carla.
Während es für die Nachwuchstänzer erstmals international wird, geht es für Theresa Sommerkamp (25) und – den besagten Bruder – Elian Preuhs (25) bereits um Spitzenplatzierungen auf höchstem Niveau. Die beiden sind derzeit das Aushängeschild des deutschen Boogie Woogie: neunfache Deutsche Meister, Top-10 der Weltrangliste sowie ehemalige Welt- und Europameister im Juniorbereich.
In Bad Homburg nutzten sie das Turnier als Formtest: „Wir wollten sehen, wie unsere Trainingsarbeit aus dem Winter greift – und haben bewusst auf Akrobatik verzichtet, um kein Risiko einzugehen“, erklärt Theresa.
Trotzdem dominierten sie das Feld deutlich und gewannen mit einem Vorsprung von knapp 17 Punkten. Zum Vergleich: Platz zwei und drei trennten lediglich 0,08 Punkte.
„Man muss fairerweise sagen, dass die amtierenden Vize-Meister diesmal nicht am Start waren – sonst wäre es enger geworden“, ordnet Elian ein und ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Meine Freundin meinte schon, das war heute genauso wenig spannend wie ein Spiel des FC Bayern.“
Doch in diesem Fall gute Nachrichten: so wie’s im April für die Bayern nach Madrid geht, geht’s für die Hohenbrunner nach Oslo – von ‚wenig spannend‘ wird da wohl in beiden Fällen nicht mehr die Rede sein